Wilbers-Werkstätten GmbH
Schweißer: Extrem gefragt & findet niemand. Dennoch 49 Bewerbungen und eine Einstellung.
Branche: Sonderanlagenbau
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Ein Einblick in unsere Kampagne
Sonja Lampen über die Zusammenarbeit mit neopuls
Beschreibung
Die Wilbers Werkstätten GmbH ist ein Unternehmen im Sonderanlagenbau, zu Beginn der Zusammenarbeit mit rund 100 Mitarbeitern. Das Problem: Intern war die Zustimmung groß, das Feedback aus der Belegschaft durchweg gut. Nach außen wurde der Betrieb aber schlicht nicht wahrgenommen. Genau die Fachkräfte, auf die es ankommt: hoch qualifizierte Schweißer, Schweißfachleute, -techniker und -ingenieure, kannten weder den Betrieb noch das Gesicht dahinter.
Uns war früh klar: Da steckt viel drin, was nach außen kommuniziert werden muss. Vor allem die Art, wie der Chef führt. Genau das, was die Mitarbeiter am Betrieb schätzen, muss Gehör bekommen. So erreichen wir die richtigen Fachkräfte, verbessern die Prozesse in der Auftragsabwicklung und entlasten das bestehende Team.
Ziele der Zusammenarbeit
Die Besonderheiten der Tätigkeit zeigen
Die Tätigkeit als Schweißer bietet bei Wilbers individuellen Spielraum. Genau darin liegt der Unterschied: Viele Betriebe, die Schweißer beschäftigen, setzen auf Serienfertigung. Für einen guten Metallbauer wird das schnell monoton. Über das Beschäftigungsspektrum bei Wilbers zeigen wir, was Sonderanlagenbau konkret bedeutet: die Chance, das erlernte Können auch wirklich einzusetzen.
Mehr Aufmerksamkeit für Wilbers schaffen
Mithilfe von dem richtigen Werbematerial zeigen wir, was hinter der Arbeit steckt, was den zukünftigen Mitarbeiter erwartet und wer hinter Wilbers Werkstätten steckt. Wir wollen ein Gefühl davon übermitteln, dass man stolz sein kann, bei Wilbers zu arbeiten, und hier als Teil des Teams individuelle Projekte umzusetzen.
Den Weg zur Bewerbung vereinfachen
Wilbers hat bereits über eine Formularbewerbung verfügt, allerdings haben die ausgeschriebenen Stellen keinen Traffic bekommen. Aus diesem Grund haben wir unsere Bewerbungssysteme dahinter geschaltet, um Traffic auf ein vereinfachtes Bewerbungsformular zu schicken, sodass die Bewerbung einen spielerischen Ansatz verfolgt, der den Bewerber durch den Prozess zieht.
Ablauf des Projekts
1. Eintauchen in das Unternehmen
Zu Beginn haben wir uns intensiv mit Wilbers auseinandergesetzt. Schnell wurde deutlich: Gesucht wurde kein beliebiger Bewerber, sondern eine sehr spezifische Fachkraft für den Bereich Schweißtechnik. Gleichzeitig bietet Wilbers mit individuellem Maschinen- und Anlagenbau ein Arbeitsumfeld, dass sich deutlich von klassischen Produktionsbetrieben unterscheidet.
2. Perspektivenwechsel: Stimmen aus dem Team
Im nächsten Schritt sprachen wir mit Mitarbeitenden aus dem Team. Sie gewährten uns echte Einblicke in ihren Arbeitsalltag und zeigten, was die Arbeit bei Wilbers tatsächlich ausmacht. Dabei erhielten wir auch wertvolle Hinweise darauf, welche Eigenschaften und Qualifikationen eine passende Fachkraft mitbringen sollte.
Ein Begriff ist im Gespräch mit langjährigen Mitarbeitern besonders häufig gefallen: „Loyalität“. Das hat uns gezeigt, wie sehr die Mitarbeiter hinter dem Betrieb und dem Geschäftsführer stehen. Für uns war das der Moment, in dem wir verstanden haben, in welche Richtung das Werbematerial gehen soll: Stolz auf die eigene Arbeit sein zu können, ein starkes Teamgefüge und ein Chef, der weiß, woran man täglich arbeitet.
3. Entwicklung von Marketingbotschaften
Auf Basis der Gespräche und gewonnenen Einblicke entwickelten wir gezielte Ansätze für die Ansprache der gesuchten Fachkraft. Dabei stellten wir uns die Frage: Was ist für erfahrene Schweißfachkräfte wirklich relevant? Welche Besonderheiten von Wilbers können überzeugen und wie lassen sich diese authentisch und auf Augenhöhe vermitteln?
4. Produktion passender Inhalte
Herzstück der Umsetzung waren unsere Recruiting-Inhalte, mit denen wir gezielt die schwer erreichbare Zielgruppe der Schweißer ansprachen. Statt die Stelle klassisch zu bewerben, stellten wir die Besonderheiten von Wilbers, den abwechslungsreichen Arbeitsalltag und die technischen Anforderungen in den Mittelpunkt und zeigten potenziellen Bewerbern, warum sich ein Wechsel zu Wilbers lohnt.
5. Bewerbungsfunnel
Damit aus der gezielten Ansprache potenzieller Schweißer auch konkrete Bewerbungen entstehen, führten wir die Interessierten über einen klar aufgebauten Recruiting-Funnel. Von der ersten Anzeige über die weiteren Informationen bis hin zur Bewerbung wurden unnötige Hürden reduziert und der Prozess möglichst einfach gestaltet. So konnten sich auch Fachkräfte, die nicht aktiv auf Jobsuche waren, unkompliziert mit der Stelle und Wilbers als Arbeitgeber auseinandersetzen und den nächsten Schritt gehen.
Das Ergebnis
Innerhalb von nur 3 Monaten erreichte unsere Kampagne:
- 49 Bewerbungen
- 1 Einstellung
- Mehr Schweißer erreicht, als am Ende notwendig war.
Besonders an der Ausstrahlung war, dass viel Zuspruch auf die Werbeanzeigen zurückkam. Der Geschäftsführer hat viel positives Feedback in den Kommentarspalten erhalten. Warum ist das besonders? Werbeanzeigen im Recruitingbereich erhalten i.d.R wenig Resonanz von Zuschauern. Die Reaktionen von Zuschauern konnten wir gezielt nutzen, um mehr Interesse auf die Inhalte zu lenken. Fragen und Anmerkungen wurden direkt beantwortet, um mehr Reichweite zu erzielen.
Gerade der letzte Punkt macht das Ergebnis besonders stark: Schweißfachmänner und Schweißfachtechniker sind aufgrund ihrer speziellen Qualifikationen eine schwer erreichbare Zielgruppe. Nachdem die Kampagne zunächst breiter aufgestellt war, wurde sie zur Halbzeit gezielt auf diese Fachgruppe ausgerichtet.
So konnte Wilbers nicht nur kurzfristig eine Stelle besetzen, sondern gleichzeitig weitere Bewerber für zukünftige Einstellungen gewinnen. Die Kampagne hat damit gezeigt, welches Potenzial Social Recruiting auch bei spezialisierten Fachkräften bietet und eine gute Grundlage für die weitere Zusammenarbeit geschaffen.
Warum wurde nur eine Einstellung durchgeführt, wenn so viele Bewerbungen eingegangen sind?
Weil Bewerbungen und Einstellungen zwei verschiedene Dinge sind. Der Kontakt wurde mit allen passenden Kandidaten aufgebaut. Über zehn davon hätten zeitnah anfangen können. Parallel dazu stand bei Wilbers eine interne Umstrukturierung an, die den Zeitpunkt für mehrere Einstellungen verschoben hat. Der Kandidatenpool war da. Er wird gebraucht, sobald die Strukturen stehen.
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