Recruiting Fallstudie: Gausling Energiebau GmbH
3 Tiefbauer in 4 Wochen eingestellt.
Branche: Tiefbau
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Ein Einblick in unsere Kampagne
Beschreibung
Gausling Energiebau ist ein junges Unternehmen mit erfahrenen Wurzeln aus der Gausling Firmenidentität. Der Ursprung von Gausling selbst liegt in Schweineställen, heute nicht mehr. Damit sie damit nicht mehr verwechselt werden, soll der Fokus bei Gausling Energiebau vollständig auf Tiefbauarbeiten liegen. Was jedoch fehlte waren nicht die Aufträge, sondern die Leute dafür. Wie viele andere Unternehmen hatten sie selber keinen Zustrom an Mitarbeitern. Gemeinsam haben wir eine Recruiting-Strategie entwickelt, die eine neue Marke in der Region sichtbar macht und gezielt die richtigen Personen anspricht.
Ziele der Zusammenarbeit
Eine neue Arbeitgebermarke bekannt machen
Ein junges Unternehmen hat als Arbeitgeber keine Historie, auf die es sich berufen kann – keine Erfahrungsberichte, keine Mundpropaganda, keine gewachsene Bekanntheit in der Region. Unsere Aufgabe war es, in kurzer Zeit ein Profil aufzubauen, das für Bewerber greifbar und glaubwürdig ist.
Offene Stellen im Tiefbau besetzen
Gesucht wurden Leute für die offene und die geschlossene Bauweise – ein Profil, das über klassische Stellenanzeigen kaum noch zu finden ist. Unsere Aufgabe: nicht Reichweite um der Reichweite willen, sondern Bewerbungen, aus denen echte Einstellungen werden.
Den richtigen Personen einen Grund liefern
Die besten Kandidaten für diesen Job suchen nicht auf Jobportalen. Sie arbeiten entweder woanders bereits im Tiefbau oder in anderen Bereichen wie Galabau oder ähnlich. Viele wissen gar nicht, dass sie die Fähigkeiten haben, die im Tiefbau gebraucht werden.
Ablauf des Projekts
1. Eintauchen in das Unternehmen
Zum Projektstart haben wir mit der Geschäftsführung die tatsächlichen Stärken des Unternehmens herausgearbeitet – und dabei Benefits gefunden, die im Tiefbau alles andere als selbstverständlich sind: eine 4-Tage-Woche, die aus dem Team selbst entstanden ist, bezahlte Fahrzeiten ab dem Einstieg in den Bulli und Baustellen, von denen jeder abends nach Hause fährt.
2. Perspektivenwechsel: Stimmen aus dem Team
Der entscheidende Schritt war nicht das Gespräch mit der Geschäftsführung, sondern das mit den Leuten auf der Baustelle. Sie sind die glaubwürdigsten Botschafter für diesen Job, weil sie ihn jeden Tag machen und hinter ihm stehen – und weil sie in einer Sprache darüber reden, die kein Marketing nachbauen kann. Genau daraus entstanden die Aussagen, die die Kampagne tragen: der Quereinsteiger, der vom Hof kam und nicht mehr weg will. Die 4-Tage-Woche, die aus dem Team selbst entstanden ist. Und der Geschäftsführer, der offen sagt, dass er ohne seine Mitarbeiter nicht klarkommt. Für eine junge Marke war das der schnellste Weg zu Glaubwürdigkeit: nicht behaupten, wie es ist – zeigen lassen.
Der Tiefbau ähnelt darin vielen anderen Handwerksbereichen: Man redet direkt, das Herz liegt auf der Zunge. Genau diesen Charakter mussten wir in die Inhalte bringen. Deshalb nehmen wir uns bei jeder Zusammenarbeit die Zeit für diesen Perspektivenwechsel. Erst danach kann man aus Sicht eines Tiefbauers kommunizieren und weiß, auf welche Worte es ankommt.
3. Entwicklung von Marketingbotschaften
Aus den Gesprächen kristallisierte sich heraus, was diesen Job wirklich verkauft – und es war nicht das, was in klassischen Stellenanzeigen steht. Sondern:
Freitag ist frei. Die Fahrzeit wird bezahlt. Was die Maschine kann, macht die Maschine. Und: Draußen bist du nie allein.
Dazu kam eine Klarstellung, die sich durch jede Anzeige zieht. „Energiebau“ klingt für viele nach Elektrik – dabei braucht dieser Job niemanden, der Kabel anschließt, sondern jemanden, der Maschinen bedienen kann. Wer einen Trecker mit Hänger rangieren kann, bringt mehr mit, als er selbst denkt. Diese Botschaft hat die Zielgruppe geöffnet, die sonst gar nicht erst geklickt hätte: Quereinsteiger vom Hof, aus dem Galabau, aus dem Handwerk.
4. Produktion passender Inhalte
Gedreht wurde nicht im Studio, sondern auf der Baustelle – staubtrocken, bei brütender Hitze, zwischen laufendem Bohrzug und Bagger. Genau da, wo der Job auch stattfindet. Vor der Kamera standen keine Schauspieler, sondern die Kolonne selbst. Zusätzlich entstand eine digitale Social-Media-Visitenkarte: drei Videos, die zeigen, was Gausling Energiebau macht, wie das Team tickt und wie gearbeitet wird.
5. Bewerbungsprozess ohne Barrieren
Damit aus Interesse Bewerbungen werden, führt ein mobilfreundlicher Funnel in 30 Sekunden zur Bewerbung – ohne Lebenslauf, ohne Anschreiben. Nach drei Wochen hatten wir dann ein Problem, das sich die meisten Betriebe wünschen würden: zu viele Bewerbungen, um sie alle sauber zu bearbeiten. Also haben wir nachgeschärft – gezielte Fragen zu Wohnort und Erfahrung, die filtern, bevor jemand ins Gespräch geht. Seitdem kommen weniger Bewerbungen an. Und mehr passende.
Das Ergebnis
Innerhalb von nur 4 Wochen erreichte unsere Kampagne:
- 90 Bewerbungen über den Funnel
- 3 Einstellungen – bereits während der laufenden Kampagne
- Eine echte Auswahl an qualifizierten Kandidaten für weitere Gespräche
Gausling Energiebau musste nicht nehmen, wer sich meldet – sondern konnte auswählen, wer am besten passt. Im Tiefbau ist das heute die absolute Ausnahme. Und die Kampagne läuft weiter.
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