Recruiting Fallstudie: BDE GmbH

BDE GmbH

4 eingestellte Techniker in 8 Wochen aus 21 Bewerbungen

Branche: Mittel- und Hochspannungstechnik

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Beschreibung

Die BDE GmbH aus Heek ist auf Mittelspannungs- und Erzeugungsanlagen spezialisiert. Ein Bereich, der Erfahrung und technisches Verständnis voraussetzt. Genau deshalb war es für BDE entscheidend, nicht einfach möglichst viele Bewerber zu erreichen, sondern gezielt Schutztechniker anzusprechen, die zu den Anforderungen des Unternehmens passen.

Ziele der Zusammenarbeit

Die richtigen Personen erreichen

Bis zu unserer Zusammenarbeit sind die Ausschreibungen erfolglos geblieben. Gesucht werden Personen, die technisch als auch fachlich in der Lage sind Mittelspannungs- und Hochspannungstechnik in Betrieb nehmen können. Das bedeutet wir richten uns hier an hochausgebildete Personen mit einer staatlich geprüften Techniker Ausbildung.

Mittelspannung als Arbeitgebervorteil nutzen

BDE arbeitet in einem Bereich, der sich deutlich vom klassischen Elektronikeralltag unterscheidet. Die Spezialisierung muss in der Kommunikation erkennbar sein, um Personen anzuziehen, die sich der technischen und fachlichen Komplexität stellen möchten.

BDE als Arbeitgeber positionieren

Neben der Tätigkeit muss auch das Unternehmen vorgestellt werden. Der Geschäftsführer des Unternehmens ist jung, dynamisch und will Vollgas geben. Genau diese authentischen Eindrücke wollen wir vermitteln und jungen Menschen, die sich noch beruflich orientieren eine Perspektive geben.

Den Weg zur Bewerbung vereinfachen

Potenzielle Kandidaten sollen sich in der Stellenanzeige angesprochen fühlen und ohne unnötige Hürden in Kontakt mit BDE treten können. Deshalb haben wir nach Kommunikation mit BDE einen Fragekatalog mit nur 4 Fragen entworfen, um eine gezielte Vorqualifizierung der Bewerber im Vorfeld zu ermöglichen.

Ablauf des Projekts

1. Eintauchen in das Unternehmen

Zu Beginn der Zusammenarbeit haben wir uns mit Simon dem Geschäftsführer von BDE unterhalten, um einen Eindruck von der zu besetzenden Stelle zu bekommen. Das Thema Mittel- und Hochspannungstechnik war bis dato für uns unbekannt.

Es ist sehr komplex und erhöht die Hemmschwelle für potenzielle Bewerber, da spezialisierte Personen benötigt werden, um den Aufgaben gerecht zu werden.

Für uns wurde klar, dass wir besonders in diesem Tätigkeitsbereich eine klare Kommunikation mit Bewerbern aufbauen müssen, da es im Regelfall keine Personen gibt, die sofort starten können. Eine Einarbeitung ist immer notwendig.

2. Perspektivenwechsel: Stimmen aus dem Team

Gerade in diesem Projekt ist es unerlässlich, mit den bestehenden Mitarbeitern zu sprechen und einen Einblick in ihren Alltag zu erhalten. Nach unserem Meeting war uns klar: Wir brauchen Techniker. Der Begriff „Schutztechniker” ist falsch gewählt. Kein Techniker fühlt sich von dieser Bezeichnung angesprochen, obwohl diese Personen über die Berechtigung sowie das technische und fachliche Know-how verfügen, in diesem Bereich zu arbeiten.

3. Entwicklung von Marketingbotschaften

Auf Basis dieser Erkenntnisse haben wir gezielte Messaging-Ansätze für die Ansprache von Technikern entwickelt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage: Was macht die Arbeit in der Mittelspannung für erfahrene Fachkräfte interessant? Die besonderen technischen Anforderungen sollten dabei nicht versteckt, sondern bewusst als Stärke und fachliche Herausforderung kommuniziert werden.

Aus den gesammelten Informationen haben wir klare Botschaften entwickelt, um Techniker für den Job zu begeistern. Was ist besonders an BDE, was erwartet einen Techniker hier und warum sollte er alles in Bewegung setzen, um Teil des Teams zu werden?

4. Produktion passender Inhalte

Nach dem Aufbau aller notwendigen Marketingbotschaften bieten sich kurze Videoinhalte am besten an, um in wenigen Sekunden zu erklären, wie der Job aussieht, wie der Alltag aussieht und was hinter BDE steckt. Ein mehrteiliger Videoansatz ermöglicht es potenziellen Bewerbern, einzuschätzen, ob sie sich als Teil von BDE sehen können.

5. Bewerbungsfunnel

Die kreative Umsetzung war ein Teil des Prozesses, mit dem wir potenzielle Kandidaten für die Stelle begeistern konnten. Im nächsten Schritt gilt es, die gewonnene Aufmerksamkeit durch einen Call-to-Action direkt in den Prozess zu überführen. Ein „Das mache ich später“ würde nur unsere Konvertierungsrate zerstören. So geht der Bewerber sofort in den Prozess über. Innerhalb einer Minute kann er sich mit dem Unternehmen, seinen Vorteilen und zukünftigen Aufgaben beschäftigen, bevor er sich mithilfe von vier Fragen qualifiziert und seine Kontaktdaten angibt.

Das Ergebnis

Innerhalb des Kampagnenzeitraums von 8 Wochen erreichte unsere Kampagne:

Besonders aussagekräftig ist dabei nicht allein die Anzahl der Bewerbungen, sondern das Verhältnis von Bewerbungen zu tatsächlichen Einstellungen. Gerade bei einer spezialisierten Fachrichtung wie der Mittel- und Hochspannungstechnik zeigt sich hier die Qualität der Ansprache: Aus 21 Bewerbungen konnten bereits 4 Techniker für BDE gewonnen werden.

Der Geschäftsführer hätte mehr Kandidaten einstellen können. Die Kandidaten haben gepasst. Er hat sich bewusst dagegen entschieden, weil ihm wichtig ist, die gewonnenen Mitarbeiter richtig einarbeiten zu können, um seinen Qualitätsanspruch der Arbeit hochhalten zu können.

Für uns zeigt das einmal mehr: Erfolgreiches Recruiting ist in fast jeder Branche und Beruf möglich. Wichtig ist: Die richtige Ansprache der Kandidaten, die man haben möchte.

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